5 Gründe warum du eine positive Haltung einnehmen solltest

Kennst du diese Tage, an denen alles irgendwie schon doof anfängt? Du verschläfst – na toll, fängt der Tag ja schon direkt doof an – dann schmeißt du Morgens erstmal die Milch um und du musst die ganze Küche putzen. Dann hast du auf dem Weg zur Arbeit deinen Regenschirm vergessen und natürlich fängt es an zu regnen bevor du im Büro bist. Im Büro öffnest du deine e-Mails und siehst direkt die vielen Aufgaben, die für diesen Tag anstehen. Das wird richtig stressig. Wahrscheinlich musst du deine Mittagspause ausfallen lassen. So ein blöder Tag. 

Und manchmal, ganz selten, gibt es diese anderen Tage. Du wirst rechtzeitig vom Wecker geweckt, du fühlst dich tatsächlich ausgeschlafen, die Milch explodiert dir nicht und du kommst trocken im Büro an. Die vielen Aufgaben sind zwar auch heute da, aber du fühlst dich ihnen gewachsen und natürlich lässt du deine Mittagspause nicht ausfallen. Erholung und Pausen sind schließlich wichtig. 

Wie kommt es, dass manche Tage so unterschiedlich ablaufen? Lass mich dir ein Geheimnis verraten: In vielen Fällen hat es was mit deiner Haltung zu tun. Ob diese positiv oder negativ ist. 

Optimismus, positiv denken – im Englischen spricht man meist von „Positivity“ aber den Begriff einfach nur mit „Positivität“ zu übersetzen klingt irgendwie falsch. Positiv denken ist nicht ausreichend genug. Optimismus oder eben eine positive Grundhaltung annehmen, das passt wahrscheinlich am ehesten um das Konzept der „Positivity“ zu beschreiben. 

Worum geht es und warum ist es wichtig?

Im Prinzip geht es bei der „Positivity“ darum, dass du vermehrt positive Emotionen in dein Leben integrierst. Es ist nicht einfach nur „Denke positiv!“, sondern es ist viel breiter gedacht. Es geht darum, dass du mehr Freude, Liebe, Spaß und Dankbarkeit und alle anderen positiven Emotionen, die es sonst noch so gibt, in dein Leben integrierst. Dabei geht es nicht darum, an den positiven Emotionen versuchen festzukrallen und sie zu verlängern, sondern einfach viele, viele kleine positive Emotionen im Leben zu integrieren. Bei „Positivity“ eingeschlossen ist dadurch dann auch deine Einstellung oder deine Haltung. Zum Beispiel deine optimistische Grundhaltung, die dafür sorgt, dass du dich auf die positiven Aspekte deines Alltags konzentrierst. Mit Positivity – übrigens ein Begriff nach dem gleichnamigen Buch von Barbara Frederickson – sind aber auch die langfristigen Effekte einer positiven Haltung gemeint – die Effekte nämlich auf dich, dein Wohlergehen, aber auch auf deine Beziehungen. 

Warum ist eine positive Grundhaltung so wichtig?

1. Es macht dich dauerhaft glücklicher

Natürlich sollten wir auch vermehrt positive Emotionen in unser Leben integrieren, einfach weil es sich gut anfühlt. Völlig logisch. Doch nicht nur das, positive Emotionen sorgen auch dafür, dass wir langfristiger glücklicher werden. Positive Emotionen sind oft flüchtig und schnell wieder verschwunden. Aber je mehr wir davon spüren, desto stärker wird unser dauerhaftes Wohlbefinden. Das heißt, uns geht es generell besser und wir bauen beispielsweise stärkere Resilienz auf. Das bedeutet, wir können mit stressigen Situationen deutlich besser umgehen, spüren weniger negative Emotionen, dafür mehr positive Emotionen. Heißt also, je mehr positive Emotionen wir erleben, desto mehr positive Emotionen erleben wir – eine prima Aufwärtsspirale also. So ein mieser Tag wie oben beschrieben, wird dir wahrscheinlich ganz anders vorkommen, wenn du bereits mit einer positiven Einstellung an solche Tage rangehst. 

2. Bessere Beziehungen

Hast du schon mal Menschen kennengelernt, die einfach nur Positivität und Freude ausgestrahlt haben? Die sind toll, oder? Das sind so Menschen, in deren Gegenwart fühlt man sich einfach nur super wohl und möchte gerne mehr Zeit mit ihnen verbringen, weil diese positive Ausstrahlung ansteckend ist und gute Laune macht. Tatsächlich werden Optimisten generell mehr gemocht und sind meist einfühlsamer anderen Menschen gegenüber. Das heißt, Menschen mit einer positiven Grundhaltung genießen meist bessere und tiefere Beziehungen, können besser Vertrauen und erleben generell mehr Freude in ihren Beziehungen zu anderen Menschen.

3. Kreativität

Positive Emotionen machen dich kreativer und erweitern dein Bewusstsein. Das ist die sogenannte Broaden-and-Built Theorie. Wenn wir in einem negativen Zustand sind, ist unser Fokus sehr eng. Ist ja auch ganz logisch, denn negative emotionale Zustände treten oft dann auf, wenn wir uns zum Beispiel in einer Gefahren- oder Stress-Situation befinden. Dabei geht es dann oft darum, dass wir sehr schnell Lösungen finden müssen um da wieder rauszukommen. Aus diesem Grund ist unser Fokus sehr eng, denn wir brauchen keine Ablenkungen. 

Positive Emotionen hingegen, die sorgen für einen sehr weiten Fokus wodurch wir kreativere und innovativere Ideen entwickeln können. Es könnte zum Beispiel sein, wenn du morgens mit guter Laune das Haus verlässt, dir noch der Regenschirm neben der Tür auffällt, weil dein Fokus sehr breit ist, und du diesen dann noch schnell einsteckst.

4. Motivation und Erfolg

Positive Menschen sind erfolgreicher. Auch wieder ganz logisch, denn wenn wir eine positive Grundhaltung einnehmen, gehen wir eher davon aus, zum Beispiel, ein bestimmtes Ziel erreichen zu können. Das motiviert und wir sind eher gewillt härter daran zu arbeiten. Gleichzeitig lassen wir uns auch nicht besonders stark stressen, das heißt wir können mit Druck und hoher Arbeitslast deutlich besser umgehen. 

5. Gesundheit

Wusstest du schon, dass Optimismus dein Leben verlängern kann? Forscher haben untersucht, ob Menschen die optimistisch denken, tatsächlich länger leben. Dabei haben sie die Teilnehmer in Gruppen von sehr pessimistisch bis sehr optimistisch eingeordnet. Die Frauen, die als sehr optimistisch eingestuft wurden, lebten tatsächlich länger. Und das um ganze 15% länger. Die Chance als sehr optimistische Frau über 85 zu werden, war 50% höher als für eine sehr pessimistische Frau. Auch optimistische Männer leben länger. Allerdings sind dort die Unterschiede nicht so extrem. Optimistische Menschen haben generell ein besseres Gesundheitsverhalten, kümmern sich also besser um ihre Gesundheit.

Wie man es nun schafft Optimist zu werden, darüber habe ich bereits geschrieben. Aber wusstest du, dass manchmal die Entscheidung glücklicher werden zu wollen, ausreicht um tatsächlich glücklicher zu werden? Also, wofür entscheidest du dich?

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