10 Gewohnheiten, die dein Leben glücklicher machen

Seit dem Studium bin ich ein ziemlicher Kaffer-Junkie. Weil der Kaffee in unserer Cafeteria aber nicht besonders gut war, habe ich ihn immer mit einem Stück Zucker getrunken. Ein Stück Zucker im Kaffee, keine große Sache würde man denken.

Am Anfang nicht. Aber, nach ein paar Wochen merkte ich, wie meine Hosen auf einmal ein bisschen kniffen. Der Zucker machte sich bemerkbar. 
Kleinigkeiten, die wir ein einziges mal tun, haben vielleicht keinen großen Effekt – ein Stück Zucker wird nicht dafür sorgen, dass ich direkt 5 Kilo zunehme. 

Aber jeden Tag ein Stück Zucker? Und das über Wochen und Monate? Das sieht dann schon anders aus. 

Wir denken vielleicht; ach dieses eine Stück Zucker, ach dieses eine Mal den Sport weglassen, ach dieses eine Mal später ins Bett gehen. 
Und schwupp, bevor wir uns versehen, ist ein einmaliges Verhalten zur Gewohnheit geworden. Wir trinken unseren Kaffee nur noch mit Zucker und gehen jede Nacht spät ins Bett. 
Je nachdem wie dieses Verhalten aussieht, kann dieses neue Gewohnheit natürlich positive oder negativ sein. 
Es sind oft die Kleinigkeiten, die Dinge, die wir jeden Tag immer wieder machen, die entscheiden wie unser Leben aussieht. 

Darüber, wie man sich neue Gewohnheiten aufbauen kann, habe ich bereits geschrieben. Aber, vielleicht überlegst du jetzt, welche Gewohnheiten du vielleicht aufbauen solltest? Vielleicht fallen dir direkt ein paar Dinge ein, von denen du weißt, dass sie dir gut tun und die du gerne mehr machen möchtest. Vielleicht bist du dir aber auch noch unsicher. 

Dann bist du hier richtig und findest hier ein paar Vorschläge für Gewohnheiten, die dein Leben besser machen:

Nimm dir Morgens mehr Zeit

Kennst du das, wenn du kurz vor knapp aufstehst, dich hektisch fertig machst, dein Frühstück runterschlingst und dann gerade noch so den Bus zur Arbeit erwischst, damit du rechtzeitig da bist? 
Früher bin ich regelmäßig so in den Tag gestartet. Super anstrengend! Man kommt schon völlig abgehetzt am Arbeitsplatz an und meistens gehen die Tage dann auch so weiter, wie sie angefangen haben. 
Statt dich jeden Tag abzuhetzen, versuch doch mal dir einfach ein paar Minuten mehr einzuplanen. Die 10 Minuten weniger Schlaf werden dir nicht schaden und du kannst so Morgens ein bisschen mehr durchatmen. 

Dankbarkeit

Der Psychologe Robert Emmons glaubt, dass es wenig im Leben gibt, dass so wichtig für unser psychisches Wohlergehen ist, wie die Dankbarkeit. Er fand heraus, dass Menschen die dankbarer sind, generell mehr Energie haben, höhere emotionale Intelligenz aufweisen und weniger anfällig für Depressionen oder Angststörungen sind.Und übrigens ist auch nicht so, dass ein glücklicheres Leben dankbarer macht, weil man mehr Dinge im Leben hat, für die man dankbar sein kann, sonder ein dankbares Leben macht ein glücklicheres Leben. Denn wenn man Menschen Dankbarkeit üben lässt, werden sie nach einigen Wochen glücklicher, optimistischer, genießen bessere soziale Verbindungen und schlafen besser.Also, fang an ein Dankbarkeitstagebuch zu schreiben. Oder erzähle deinem Partner jeden Abend, wofür du an diesem Tag dankbar warst. 

Erfolgstagebuch

Machst du dir regelmäßig bewusst wie viel du schon in deinem Leben geschafft hast? Welche Dinge du wirklich toll machst? Nein? Dann fang unbedingt an? Wir feiern normalerweise die großen Dinge – ein Universitätsabschluss, ein toller Kundenauftrag – aber vergiss die kleinen Dinge nicht! Die kleinen Dinge gehen oft verloren, sind aber ebenso wichtig. Du könntest zum Beispiel anfangen ein Erfolgstagebuch zu schreiben. Schreib regelmäßig auf, was du alles geschafft hast, worauf du stolz bist. Es können wirklich Kleinigkeiten sein – wie endlich mal wieder laufen gewesen zu sein. Das regelmäßige Aufschreiben sorgt dafür, dass du anfängst dich mehr auf deine eigenen positiven Seiten und Stärken zu konzentrieren. Super also für dein Selbstwertgefühl und die Lebensfreude!

Sport oder Bewegung

Sport oder generell Bewegung ist die bisher am wenigstens benutzte Waffe gegen psychische Krankheiten. Dabei ist sie so leicht verfügbar. Sport baut Stress ab, setzte jede Menge Glückshormone frei und normalisiert das Stresshormon Cortisol wieder. Dabei müssen wir jetzt nicht sofort zum Leistungssportler werden, 30 Minuten am Tag spazieren gehen kann schon einen wahnsinnigen Unterschied ausmachen.

Zeit in der Natur

Wenn du Sport zum Beispiel direkt mit Zeit in der Natur verbindest, hast du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Natur hat eine beruhigen Wirkung auf uns. Zum Beispiel hat sich gezeigt, dass Menschen im Krankenhaus schneller gesund werden, wenn sie auf einen Park anstatt auf einen Parkplatz schauen. Außerdem bekommen wir in der Zeit in der Natur direkt auch unsere tägliche Dosis Vitamin D. 

Meditation 

Meditation ist eine unserer besten Mittel gegen Stress und negative Gedanken und für die Steigerung von Lebensfreude. Denn Meditation sorgt dafür, dass wir bessere emotionale Kontrolle haben, unsere Ängste und negativen Gedanken besser in den Griff bekommen. Wir kommen schneller runter, wenn wir gestresst sind und können uns schneller entspannen. Generell steigert Meditation unser Wohlbefinden und verstärkt das Auftauchen von positiven Emotionen. Und das übrigens schon nach ein paar Wochen Meditation von nur zehn Minuten am Tag. 

Genug Schlafen

Schlaf ist oft das erste, was bei Stress aus dem Fenster fliegt. Vielleicht weil wir so viel zu tun haben und einfach noch bis spät arbeiten. Oder weil uns so viele Dinge beschäftigen, sodass wir nicht gut schlafen. Dabei ist Schlaf unglaublich wichtig und sollte in keinem Fall unterschätzt werden! Schlafmangel sorgt nicht für reduzierte kognitive Kapazitäten sondern auch für ein vermehrtes Auftreten von negativen Emotionen und Problemen und Emotionen zu kontrollieren. 

10 Minuten aufräumen

Okay, das klingt vielleicht erstmal langweilig und doof. Aber, wenn du jeden Tag mindestens 10 Minuten damit verbringst das schlimmste Chaos in deiner Wohnung zu beseitigen, musst du keine riesigen Wohnungsputz mehr machen. Du hast einfach eine bessere Grundsauberkeit und Ordnung, die sich besser anfühlt, und es geht viel schneller den wöchentlichen Wohnungsputz zu erledigen. Mein Tipp: Abends einen Timer für 10 Minuten stellen und einfach solange aufräumen, bis der Wecker klingelt. 10 Minuten sind schnell rum, aber du wirst erstaunt sein, wieviel du dann doch in 10 Minuten schaffen kannst. 

Achte auf deine Gedanken

Ich finde es immer wieder überraschend, wie viele Menschen nicht darauf achten, was sie den ganzen Tag so denken. Klar, wir haben so viele Gedanken am Tag, wir können nicht jeden bewusst wahrnehmen. Aber wenn du den ganzen Tag nur negative Dinge über dich denkst, dann ist es ja auch kein Wunder, dass es dir eventuell nicht so gut geht. Fang also an zu beobachten, was du den ganzen Tag so denkst und arbeite mit deinen Gedanken.

Journaling

Du kennst es doch bestimmt auch, wenn deine Gedanken wie verrückt um ein bestimmtes Problem kreisen, du aber nicht so richtig Ordnung in deine Gedanken bringen kannst? Oder du merkst, irgendwie beschäftigt dich etwas, aber du kannst gar nicht so genau sagen was? Journaling kann da helfen. Negative Gedanken sind weniger belastend, wenn du sie einmal aufgeschrieben hast. Ich stell mir immer vor, dass ich sie an einem anderen Platz geparkt habe, auf den Seiten meines Journals und nicht mehr in meinem Kopf. Dort können sie dann geparkt bleiben und ich brauch mich erstmal nicht mehr um sie zu kümmern.

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